Beim Bundesparteitag in Stuttgart hat die Frauen-Union mit einem Antrag zur Drogenpolitik eine kontroverse Debatte angestoßen. Die Delegierten forderten die schwarz-rote Bundesregierung auf, das im Jahr 2024 beschlossene Gesetz zur Legalisierung von Cannabis wieder aufzuheben. Besitz, Anbau und Vertrieb sollen demnach erneut verboten und strafrechtlich verfolgt werden.
Die Vorsitzende der Frauen-Union und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sprach nach einer ersten Bewertung der bisherigen Auswirkungen der Reform von „bedenklichen Tendenzen“. Sie kündigte an, die Entwicklung sorgfältig prüfen und weitere Beratungen auf den Weg bringen zu wollen.
Demgegenüber sehen zahlreiche Sucht- und Drogenexperten in der Legalisierung grundsätzlich einen wichtigen Schritt für mehr Gesundheitsschutz, wirksamere Prävention und soziale Gerechtigkeit. Sie argumentieren, dass eine regulierte Abgabe den Schwarzmarkt eindämmen und den Zugang zu Beratung und Hilfsangeboten verbessern könne.
