Der Suchtforscher Professor Heino Stöver vom Bundesverband Akzept e.V. plädiert für einen grundlegenden Kurswechsel in der deutschen Drogenpolitik. Anstelle von Strafverfolgung setzt er auf staatlich regulierte Zugänge und umfassende Präventionsangebote – auch für Kokain.
Die bisherige Prohibitionspolitik habe über Jahrzehnte keine Erfolge gebracht. Im Gegenteil: Kokain sei heute günstiger und qualitativ hochwertiger denn je, Sicherheitsbehörden kämen an ihre Grenzen und der illegale Markt wachse weiter. Eine kontrollierte Legalisierung könnte nach Stövers Ansicht der organisierten Kriminalität Marktanteile entziehen.
Für ihn steht dabei nicht Moral, sondern Gesundheits- und Gesellschaftspolitik im Vordergrund.
