Der US-Amerikaner Frank Olson (1910-1953) war Biochemiker und nach dem Zweiten Weltkrieg bei der CIA angestellt. Er arbeitete an geheimen Programmen zur Entwicklung und zum Testen von Drogen, darunter auch LSD, die als Waffen oder Hilfsmittel für Verhöre oder zur Bewusstseinskontrolle eingesetzt werden konnten.
Olson starb am 28. November 1953 unter mysteriösen Umständen. Dem offiziellen Todesbericht zufolge beging Olson Selbstmord, indem er in New York City aus einem Hotelfenster sprang. Er war unter Aufsicht nach New York City gebracht worden, weil seine CIA-Kollegen Symptome einer psychischen Krise an ihm beobachtet hatten; sie schoben diese Symptome auf das LSD, das Olson am 18. November als Teil eines CIA-Experimentes verabreicht worden war.
Frank Olson war die Droge ohne seine Zustimmung verabreicht worden. Wie Ed Regis erklärt, versammelten sich CIA-Wissenschaftler am Deep Creek Lake – angeblich zu einer Tagung. In Wirklichkeit hatte der leitende Wissenschaftler Sidney Gottlieb „ein spontanes Experiment zur Bewusstseinskontrolle” geplant, um die Effekte von LSD bei Menschen zu messen, denen ohne ihr Wissen LSD verabreicht worden war.
Nach dem Essen löste Gottlieb etwas LSD in einer Flasche Cointreau auf und bot seinen Gästen den Likör an, unter anderen auch Olson. Zehn Tage später war Frank Olson tot. Die Selbstmordgeschichte eines CIA-Wissenschaftlers wurde dann später publik gemacht, und zwar als warnendes Beispiel für die Gefahren von LSD für die psychische Gesundheit, besonders für Menschen, die die Droge ohne ihr Wissen und ohne angemessene Vorbereitung nehmen.
Lucys Xtra
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