Eine neue Studie greift die Hypothese erneut auf, dass Claviceps purpurea, ein Getreide befallender Pilz, der Mutterkornalkaloide produziert, der psychedelische Wirkstoff im Kykeon war, dem heiligen Elixier der Eleusinischen Mysterien. Obwohl archäologische Belege diesen Zusammenhang unterstützen, sind experimentelle Daten, die die Umwandlung toxischer Ergopeptide in psychoaktive Lysergsäureamid-Derivate in mutmaßlichen antiken Zubereitungen bestätigen, weiterhin begrenzt.
Die Forscher zeigten experimentell, dass toxische Mutterkornalkaloide unter alkalischen Bedingungen in Verbindungen übergehen können, die psychoaktive Eigenschaften aufweisen. Dabei konnten messbare Mengen dieser Stoffe nachgewiesen werden.
Die Ergebnisse stützen damit die Hypothese, dass der Kykeon der Eleusinischen Mysterien möglicherweise eine bewusstseinsverändernde Wirkung gehabt haben könnte. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um die historischen und chemischen Zusammenhänge endgültig zu klären.
Paper: Antonopoulos, R.K., Dadiotis, E., Ioannidis, K. et al. (2026), Investigating the psychedelic hypothesis of kykeon, the sacred elixir of the Eleusinian Mysteries, Sci Rep, https://doi.org/10.1038/s41598-026-39568-3
