Modellprojekt: Legales Cannabis in der Schweiz

Staatlich reguliertes Gras in Baseler Apotheken

Foto: Jeff W | @fortheloveofsmoke | via unsplash.com

Schon oft wurde in der Eidgenossenschaft über Modellprojekte diskutiert, aber am 15. September 2022 ist es endlich soweit: Dann können Schweizer Bürgerinnen und Bürger legal Cannabis in Basler Apotheken erwerben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab sein Okay für diesen Modellversuch, um einen Einblick in die »Cannabis-Szene« gewinnen zu können. Dazu meint die Schweizer Suchtbeauftragte Regine Steinhauer im Gespräch mit euronews.com: »Wir haben keine Kontrolle über die Qualität der Cannabis-Produkte, wir haben keinen Kontakt zu den Konsumenten. Der Schwarzmarkt boomt. Die Situation ist in der Tat sehr unbefriedigend. Und eine Reaktion darauf muss erfolgen. Unsere erste Forschungsfrage ist, ob sich der Konsum verändert. Ob mehr, weniger oder gleich viel konsumiert wird. Und wir untersuchen auch, ob sich die psychische Befindlichkeit und die körperliche Gesundheit verändert bei Konsum von Cannabis aus den Apotheken.«

Im Aargau werden bereits erste Felder mit potentem THC-Hanf kultiviert, um diesen dann im September über den Apothekentisch an erste Teilnehmer des Modellversuchs verkaufen zu können. Ohne Anmeldung geht das allerdings nicht: Käuferinnen und Käufer sollten sich rechtzeitig beim BAG melden, um beim Projekt mitmachen zu dürfen. Die Teilnehmerzahl ist auf 400 Personen begrenzt. Das Experiment soll zweieinhalb Jahre andauern, dann will das BAG die Ergebnisse des Unterfangens prüfen.

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Nachdem am 1. August 2022 (dem Schweizer Nationalfeiertag) bereits die ärztliche Verschreibung von Medizinalcannabis in der Eidgenossenschaft eingeführt wurde (Lucys Rausch berichtete), folgt im September desselben Jahres mit dem Basler Modellprojekt der nächste Schritt in Richtung Hanf-Entkriminalisierung bzw. -Legalisierung. Auch der Kanton Solothurn erwägt eine Lockerung der gültigen Drogengesetze (Lucys Rausch berichtete).

Ressourcen:
de.euronews.com
www.rnd.de