In den frühen Jahren der LSD-unterstützten Psychotherapie sahen einige Psychiater in der Droge ein vielversprechendes Hilfsmittel zur Behandlung von Alkoholismus. Der erste Psychiater, der LSD als Therapie für Alkoholiker testete, war Humphry Osmond, der Mann, der auch den Begriff „psychedelisch” prägte.
Osmond und sein Kollege Abram Hoffer, die in einer psychiatrischen Anstalt in Saskatchewan arbeiteten, erzielten in einer Reihe von Studien überraschend gute Resultate. Insgesamt gaben ungefähr die Hälfte der Alkoholiker, die eine psychedelische Therapie gemacht hatten, erfolgreich das Trinken auf. Dies war eine weit bessere Erfolgsquote als mithilfe anderer Behandlungsmethoden erzielt worden war, darunter pharmazeutische Interventionen und traditionelle Psychotherapie.
Osmond und Hoffer stellten sich die LSD-Erfahrung zunächst als ein psychotomimetisches Ereignis vor, vielleicht ähnlich dem Delirium tremens, das ein Alkoholiker beim Entzug durchmachte. In ihrer ersten Theorie, wie LSD Alkoholiker heilen könnte, gingen sie davon aus, dass Patienten, die den negativen Effekten des Delirium tremens ausgesetzt werden – allerdings ohne die physischen Risiken dieses Zustands –, möglicherweise eine therapeutische Panik bekämen.
Als sie jedoch ihre Versuchsergebnisse überprüften, entwickelten Osmond und Hoffer eine positivere Theorie dieses Vorgangs: Anstelle von Patienten, die durch eine Simulation einer Psychose in Panik versetzt zur Abstinenz fanden, sahen sie Patienten, die eine bessere Selbstwahrnehmung entwickelt hatten.
Das LSD half Alkoholikern, bestehende Verhaltensmuster zu erkennen und sich von ihnen zu lösen. Bei der Fortführung ihrer Studien beobachteten Osmond und Hoffer, dass Patienten nicht nur ihre Selbstwahrnehmung verbesserten, sondern auch ein tieferes Verständnis einer spirituellen Bestimmung erlangten.
Lucys Xtra
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