Psychedelika, Meditation und transformative Erfahrungen

Neue Studie erschienen

Sowohl psychedelische Substanzen als auch Meditation werden mit der Fähigkeit in Verbindung gebracht, persönlich bedeutsame und transformative Erfahrungen zu ermöglichen, bei denen Einsichten eine zentrale Rolle spielen. Frühere Studien basierten jedoch überwiegend auf Fragebögen, wodurch die Vielfalt möglicher Einsichten nur eingeschränkt erfasst werden konnte.

In einer neuen Studie wurden Teilnehmende befragt, die narrative Berichte über Einsichten während bedeutsamer psychedelischer oder meditativer Erfahrungen verfassten. Die psychedelischen Erfahrungen wurden sowohl durch klassische Psychedelika (z.B. LSD, Psilocybin, DMT) als auch durch nicht-klassische Substanzen (z.B. MDMA, Ketamin, Cannabis) hervorgerufen.

Die qualitative Analyse der Berichte ergab drei Hauptkategorien von Einsichten:

  • Mystisch geprägte Einsichten (mit den Unterkategorien Einheit, Metaphysisch, Sonstige),
  • Psychologische Einsichten (Metakognitiv, Wertebezogen, Mitgefühl),
  • Philosophisch-existenzielle Einsichten (Sinn/Zweck, Werte, Sonstige).

Mystische Einsichten traten häufiger in den Berichten von Meditationserfahrungen auf, während wertebezogene Einsichten bei psychedelischen Erfahrungen häufiger vorkamen. Abgesehen davon ähnelten sich die beschriebenen Einsichten in beiden Erfahrungsarten stark, und auch zwischen klassischen und nicht-klassischen Psychedelika zeigten sich nur geringe Unterschiede.

Regressionsanalysen ergaben, dass metakognitive und wertebezogene Einsichten mit einer Zunahme positiver Emotionen verbunden waren, während mystische Einsichten stärker mit einem erhöhten Lebenssinn korrelierten.

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass sowohl psychedelische Substanzen als auch Meditation ein breites Spektrum an Einsichten fördern können, das über das hinausgeht, was mit herkömmlichen Fragebögen erfasst wird. Sie unterstreichen zudem die Gemeinsamkeiten zwischen psychedelischen und meditativen Erfahrungen und stützen die Annahme, dass transformative Erlebnisse nicht ausschließlich durch klassische Psychedelika hervorgerufen werden, sondern durch verschiedene Praktiken und Mittel entstehen können.

Paper zur Studie: Jylkkä J, Väyrynen H, Lin E, Walldén C, Krabbe A, Kähönen J, Sikka P. (2025), Meditation and psychedelics facilitate similar types of mystical, psychological, and philosophical-existential insights predictive of wellbeing: a qualitative-quantitative approach, Conscious Cogn. 133: 103901.