Studie: Ayahuasca als Therapeutikum

Neue Forschungsergebnisse verweisen auf Heilungspotenzial

banisteriopsis caapi wood, psychotria leaves and ayahuasca brew in wooden bowl isolated on white background. Tradtional plant medicine. Contemporary style.

Ein neues Paper, das im wissenschaftlichen Magazin Frontiers in Psychiatry erschienen ist, unterstreicht das therapeutische Potenzial des psychedelischen Schamanentranks Ayahuasca. Weil die Verabreichung des Ayahuasca-Suds in klinischem Rahmen mit Herausforderungen verbunden ist, testete das Team unter Leitung der Psychologin Helena Aicher eine neue Applikationsform: Neben einem N,N-Dimethyltryptamin beinhaltenden Nasenspray wurden den Probanden auch Tabletten gegeben, die das Beta-Carbolin Harmin, einen reversiblen Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), enthalten. Diese der originalen Ayahuasca nachempfundene Kombination wird auch Pharmahuasca genannt. Manche Teilnehmer erhielten statt DMT ein Placebo und nur Harmin allein.

Die Ergebnisse implizieren, »dass die durch die standardisierte DMT + Harmin-Formulierung ausgelöste Erfahrung eine phänomenologisch reichhaltige psychedelische Erfahrung hervorruft, eine gute psychologische Sicherheit und Verträglichkeit aufweist, gut vertragen wird und positive psychologische Prozesse auslöst, die möglicherweise die Psychotherapie unterstützen könnten«. Die neu entwickelte Applikationsform verspricht also gute Resultate.

Das Team weist darauf hin, dass weitere Forschung vonnöten sein wird, »um das psychotherapeutische Potenzial bei Patienten zu untersuchen«.

Die Studie: Aicher HD, Mueller MJ, Dornbierer DA, Suay D, Elsner C, Wicki I, Meling D, Caflisch L, Hempe A, Steinhart C, Mueller J, Von Rotz R, Kleim B and Scheidegger M (2024) Potential therapeutic effects of an ayahuasca-inspired N,N-DMT and harmine formulation: a controlled trial in healthy subjects. Front. Psychiatry. 14:1302559. doi: 10.3389/fpsyt.2023.1302559

Ressource:
www.frontiers.org