Eine Studie beschäftigte sich mit möglichen sexuellen Übergriffen bzw. Annäherungen durch psychedelische Therapeuten, Facilitatoren und andere Anleiter. Die Frage nach sexuellem Fehlverhalten wird in psychedelischen Kreisen immer wieder diskutiert. Im Rahmen einer anonymen Online-Umfrage wurden für diese Untersuchung Personen interviewt, die einen früheren Konsum psychedelischer Substanzen angaben.
Erfragt wurde die Häufigkeit von zwölf unterschiedlichen negativen Erlebnissen während des Konsums sowie, ob die Befragten selbst oder ihnen bekannte Personen Opfer unangemessener sexueller Handlungen durch einen psychedelischen „Sitter“, Begleiter oder Therapeuten wurden. Zudem bestand die Möglichkeit, weitere negative Erfahrungen zu schildern.
Von den 1.221 Teilnehmenden gaben 8 Prozent an, selbst oder über Bekannte von sexuellen Übergriffen durch eine Betreuungsperson erfahren zu haben. Ein Viertel der Teilnehmenden wusste von schweren negativen Ereignissen im Zusammenhang mit Psychedelika, die keine sexuellen Übergriffe und auch keine strafrechtliche Verfolgung betrafen.
Die Studie ist leider nicht besonders vielsagend, da sie sich auch auf andere Aspekte dysphorischen Erlebens bezog, die in keinem Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen stehen, z.B. Angst, Traurigkeit, Einsamkeit und sogar Körperzittern.
Paper: Kruger DJ, Aday JS, Fields CW, Kolbman N, Glynos N, Barron J, Herberholz M, Boehnke KF. (2025), Psychedelic Therapist Sexual Misconduct and Other Adverse Experiences Among a Sample of Naturalistic Psychedelic Users. Psychedelic Med (New Rochelle) 3(1): 41-47.
