Thailand will Anbau für Patienten erlauben

Gesetzesänderung geplant

Outdoor-Cannabis in der Schweiz | CC-By-Sa Dirk Netter

In Thailand ist geplant, dass Patienten in Zukunft ihr eigenes Cannabis für medizinische Zwecke anbauen dürfen. Das berichteten die Nachrichten-Agentur Reuters und die International Association for Cannabinoid Medicine (IACM).

So stimmte das Kabinett Thailands am 4. August 2020 der Revision der Betäubungsmittelverordnung des Landes zu. Diese soll den privaten Anbau und den Verkauf von Cannabis für medizinische Zwecke zu legalisieren.

2017 hatte Thailand erst die Verwendung von therapeutischem Hanf zur Behandlung von Schmerzen erlaubt, jetzt ist es das erste südostasiatische Land, das sogar den Eigenanbau legalisieren will – und zwar sowohl für Patienten wie auch für entsprechende Produzenten und medizinisches Fachpersonal, wie Regierungssprecherin Traisuree Taisaranakul der Nachrichtenagentur erläuterte. Bisher war es lediglich der Regierung erlaubt, medizinisches Cannabis zu erzeugen.

In Zukunft soll es den Erzeugerunternehmen also möglich sein, Medizinalhanf  herzustellen, zu exportieren, zu importieren und zu veräußern. Thailands Gesundheitsministerin Anutin Charnvirakul erklärte gegenüber den Medien, dass die Gesetzesänderung die Pharmaindustrie fördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes ankurbeln soll.